Oberste Zielsetzung bei der Erstellung von Wasserinstallationen ist die Versorgung der Verbraucher mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser in ausreichender Menge unter technisch optimalen Bedingungen.
In Verteilsystemen, wie es Trinkwassernetze inklusive Hausinstallationen darstellen, ist daher der Rückflussverhinderung bzw. Systemtrennung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Systemtrenner werden eingebaut, um das Trinkwassernetz und damit das Trinkwasser von Nichttrinkwasser (z.B. Sammlung und Verwendung von Regenwasser) konsequent zu trennen und im Schadensfall ein Rückfliessen von Nichttrinkwasser in das Trinkwassernetz und somit die Gefahr einer möglichen Verschmutzung des Trinkwassers zu verhindern.
Ursachen eines Wasserrückflusses können sein:
– Unterdruck
Absinken des Vordruckes, hervorgerufen z. B. durch einen Rohrbruch, Einschalten von Druckerhöhungspumpen.
– Rücksaugen
Installationsentleerung und da mit verbunden ein Unterdruck in den Leitungen, bedingt durch den geodätischen Höhenunterschied.
– Rückdrücken
Auftreten von Druckerhöhungen (Gegendruck) in im Netz nach geschalteten Installationen, hervorgerufen z. B. durch Heizungsanlagen, undichte Rückhalteklappen bei Pumpen oder Fehleinspeisungen aus Behältern mittels Pumpen ist allgemein bekannt.
Die Wasserkorporation Benken weist an dieser Stelle darauf hin, dass der Anlagebetreiber allein für einwandfreie Funktion der gesamten Hausinstallation inkl. Systemtrenner und Rückflussverhinderer verantwortlich ist und empfiehlt, die Installationen periodisch von einer Fachfirma warten und kontrollieren zu lassen.